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Journal of Linguistics and Language Teaching
Volume 6 (2015) Issue 1

Maxi Krause & Per Baerentzen: Spatiale Relationen kontrastiv. Deutsch - Dänisch. Tübingen: Julius Groos 2010, 266 Seiten (Spatiale Relationen - kontrastiv; Bd. 1; hrsg. von Maxi Krause) (ISBN 978-3-87276-900-8)
und
Maxi Krause & Irene Doval: Spatiale Relationen kontrastiv. Deutsch - Spanisch. (Spatiale Relationen - kontrastiv; Bd. 1; hrsg. von Maxi Krause) Tübingen: Julius Groos 2011. 312 Seiten (ISBN 978-3-87276-901-5)
Die beiden vorliegenden Bände, die hier gemeinsam behandelt werden, da sie den Bereich spatiale Relationen in analoger Weise behandeln, beziehen sich auf das Sprachenpaar Deutsch-Dänisch zum Einen und das Sprachenpaar Deutsch-Spanisch zum Anderen. Der beiden Werken inhärente Grundgedanke ist derjenige, dass spatiale Relationen - also räumliche Beziehungen im weitesten Sinne des Begriffs - im Deutschen anders ausgedrückt werden als im Dänischen einerseits und im Spanischen andererseits. Die spatialen Relationen werden in beiden Bänden separat für das Deutsche einerseits und das Dänische bzw. Spanische andererseits herausgearbeitet und zudem innerhalb der beiden Sprachenpaare miteinander kontrastiert.
Beide Werke sind parallel aufgebaut; die Systematik ist einheitlich. Der jeweils erste Teil enthält die Darstellung der spatialen Relationen des Deutschen (I: 15-137 und II: 138)1. Da dieser Teil unabhängig von der jeweils anderen untersuchten Sprache auf das Deutsche beschränkt ist, ist er - ganz folgerichtig - in beiden Bänden weitgehend identisch. Der jeweils zweite Teil beider Werke umfasst kontrastiv gestaltete Übersichtstabellen zum Deutschen und Dänischen (I: 137-152 und II: 139-161). Teil III beider Bände stellt die Darstellung der spatialen Relation der jeweils kontrastierten Sprache dar, also des Dänischen (I: 153-252) einerseits und des Spanischen (II, 163-291) andererseits. Es folgt jeweils ein Verzeichnis der Tabellen (I: 251-252 und II: 293-294), ein Verzeichnis der Quellen und der Siglen (I: 253-255 und II: 295-300), die Bibliographie (I: 257-258 und II: 301-302) sowie ein Wörterverzeichnis Deutsch (I: 259-264), ein Wörterverzeichnis Dänisch (I, 265-266) und ein Wörterverzeichnis Spanisch (II: 309-312).
Der für beide Bänder gewählte Ansatz ist ein jeweils einheitlicher, was den Vorteil hat, dass dadurch die Möglichkeit besteht, ihn auf die unterschiedlichsten Sprachenpaare anzuwenden. Hierin liegt - dies sei bereits an dieser Stelle erwähnt - ein grundlegender Wert dieser Reihe. Ein weiterer grundlegender Wert besteht darin, dass die hier vorliegenden Beschreibungen der spatialen Relationen für das Dänische und das Spanische nach Aussage der jeweiligen Autoren wohl die ersten ihrer Art sind (I: hinterer Buchdeckel; II. hinterer Buchdeckel).
Die Notion Spatiale Relation wird im vorliegenden Kontext im konkreten Sinne wie auch - dies ebenso folgerichtig und erwartbar - im abstrakten Sinne verstanden. Somit werden auch Ausdrücke wie an etwas hängen und sich über etwas hinwegsetzen als spatiale Relationen klassifiziert (I / II,15f). Macht der Leser2 sich diese Verhältnisse klar, erkennt er rasch, welch enorme Bedeutung spatiale Relationen für die Sprache haben.
Für den schulgrammatisch gebildeten Leser - nicht natürlich den Linguisten - ist die gewählte Terminologie bisweilen gewöhnungsbedürftig. So wird hier nicht der erwartbare Begriff Präposition verwendet, sondern der fachlich zutreffendere Begriff Adposition (I / II: 16), der auch solche Wortgruppen einschließt, in denen das einem gegebenen Nomen hinzugesetzte Element eine Postposition darstellt. Präpositionen und Postpositionen werden hier somit in dem Oberbegriff Adposition zusammengefasst, was wissenschaftlich korrekt und zugleich sprachlich ökonomisch ist. Die zusätzlich zu den Adpositionen untersuchte grammatische Kategorie sind die Adverbien (I / II: 16). Somit liegt eine Beschränkung auf nicht-flektierende Ausdrucksmittel unter Nicht-Berücksichtigung von Verbalpartikeln sowie substantivischen und adjektivischen Präfixen vor (I / II: 16).
Das Kapitel zum Ausdruck der spatialen Relationen im Deutschen beginnt mit der Festlegung der zentralen Begriffe, die jeweils mit einer Vielzahl von Beispielen unterfüttert werden (I / II: 15ff). Berücksichtigt werden:
  • Adpositionen (über die Brücke, dem Freund entgegen, wegen der Kinder / der Kinder wegen (I / II: 17ff), hin und her) mit ihren Verbindungen (Er geht hinauf; Er ging in das Haus hinein; Los, rein ins Haus)3 (I / II, 19ff),
  • die Determination von Raumteilen (vor / hinter / neben dem Haus) (I / II: 21f),
  • der Ausdruck von Prozessen (Er stellt das Fahrrad vor das Haus) (I / II: 22) und syntaktische und semantische Relationen zwischen Bezugsgegenstand und Teilnehmer (Er sprang von der Straßenbahn ab; Sie kuschelt sich an ihn) (I / II: 23f).
Zudem werden berücksichtigt:
  • die Kasuswahl in Relation und Prozess bzw. bei Statik und Dynamik (Sie tanzten auf die Bühne; Sie kamen von links, tanzten über die Bühne und verschwanden rechts) (I / II: 25ff),
  • pragmatische Gesichtspunkte unter der Fragestellung, ob spatiale Relationen grundsätzlich eine wo-Frage beantworten, was verneint wird (vgl. Wie komme hier zum Bäcker? - Über die Brücke dann nach links) (I / II: 29), sowie
  • die Frage nach möglichen Substituten für Präpositionalgruppen (Endlich hatte er das richtige Haus gefunden. Er ging hinein. Drinnen war es angenehm kühl) (I / II: 29ff).
Diese Einführung in die Thematik grenzt den Untersuchungsgegenstand funktional ein; der Leser erfährt unmittelbar, welche Art von Informationen er von den beiden Werken erwarten darf.
Interessant ist die in Kapitel 2 folgende Systematisierung spatialer Relationen (I / II: 37ff), die hier wie folgt vorgenommen wird:
  • System A (ohne Bezug auf die drei Achsen oben-unten, vorne-hinten, rechts-links) mit den Subsystemen INTER, Verfolgen, Annäherung und Ausweichen
  • System B, als Sonderfall der Determinationen und Relationen des Systems A, also mit Bezug auf diese drei Achsen
  • System C als Lokalisierung hinsichtlich eine gegebenen Grenze, bezogen auf die soeben erwähnten drei Achsen, und
  • System D: Ko-Okkurrenz.
Die Systeme sind im Einzelnen wie folgt untergliedert: Das Substystem INTER in System A bezieht sich auf lokalokative (statische), direktive, perlative, ablative Relationen wie auch auf diejenige der Fortbewegung in gleicher Richtung und gleicher Geschwindigkeit (I / II: 41ff sowie I: 161 und II: 175). Das Subsystem des Verfolgens definiert die Art und Weise der Dislokation der beiden involvierten Teilnehmer, die sich gleich oder ungleich schnell oder gemeinsam in gleicher Richtung und mit gleicher Geschwindigkeit bewegen können (I / II: 43ff sowie I: 164ff und II: 178ff). Das Subsystem der Annäherung betrachtet diese statisch oder dynamisch (I / II: 46ff sowie I: 168ff und II: 185ff). Das Subsystem des Ausweichens bezieht sich auf Kollisionen, die möglich oder ausgeschlossen sind (I / II: 75ff sowie I: 193ff und II: 216ff).
System B berücksichtigt jeweils die drei erwähnten Achsen in direktiver (Wohin?), perlativer (über + W- ? / Wo...durch?) und ablativer (Woher?) Relation (I / II, 39f und 87ff sowie I: 201ff und II. 225ff). System C bezieht sich auf die Lokalisierung mit Bezug auf eine Grenze, die zwischen außen und innen, oben und unten oder auch in Bezug auf einen Beobachter liegen kann. Es erfasst zudem komplexe Relationen die einen Achsenbezug aufweisen (z.B. Auf- oder Abwärtsbewegungen an einer Sache entlang, Fortbewegungen in der Horizontalen, jeweils mit oder ohne Kontakt zu einer anderen Achse (oben bzw. unten) (I / II: 40 und 105ff sowie I: 221ff und II: 255ff). Das System der Ko-Okkurrenz schließlich umfasst die statische, direktive und die ablative Relation (I / II: 40 und 117 sowie I: 233ff und 269ff).
Diese Systeme werden in Teil I der beiden Bände (I / II: 41-137) in akribischer Manier für die untersuchten Sprachen beschrieben, was anhand einer Vielzahl von Beispielen geschieht und dort, wo dies hilfreich erscheint, mit Hilfe in den Text integrierter Graphiken zur Verdeutlichung der jeweils behandelten spatialen Relation erfolgt. Zur Erhöhung der Übersichtlichkeit wird dieser erste Teil - also die Analyse zum Deutschen - durch die Präsentation einiger funktionaler Tabellen - beispielsweise zu den statischen Relationen der Systeme A und B (I / II: 130) oder die perlativen Relationen aller Systeme (I / II: 133) - abgeschlossen.
In Teil II folgen kontrastiv angelegte Tabellen der Adpositionen und Substitute (I: 137ff, II: 139ff). Diese Tabellen beziehen sich auf die jeweiligen Teile I und II der beiden Bände und haben lediglich Übersichtscharakter, können also nach Aussage der Autoren die in diesen beiden Teilen vorgenommenen Kommentare und Analysen nicht ersetzen (I: 137, II: 139). Diese Tabellen, die aus der Sicht des Rezensenten den eigentlichen Kern des jeweiligen Bandes ausmachen, da nur sie kontrastiv angelegt sind, stellen gleichsam das Bindeglied der Analyse der Ausgangssprache (Teil I) und der jeweiligen Zielsprache (Teil III) dar. Sie sind in struktureller Sicht und aus dem Grunde, dass sie dem Leser die Orientierung erleichtern, wertvoll. Dadurch, dass hier jedoch keinerlei Satzbeispiele gegeben werden - was auch nicht intendiert ist, da diese ja in den beiden anderen genannten Teilen figurieren -, sind diese Tabellen in erster Linie für den informierten Leser - und hier im engeren Sinne den Linguisten - von Nutzen. Da sie zudem die Quintessenz der jeweiligen einzelsprachlichen Analysen darstellen, wäre es gegebenenfalls vorteilhafter gewesen, sie – wenn vielleicht auch in reduzierter Form, um allzu viele Wiederholungen und Doppeldarstellungen zu vermeiden – sowohl mit den allerwichtigsten Beispielen als auch mit einigen wenigen Analysen und Kommentaren zu versehen. Auf diese Weise könnten die Tabellen unabhängig von den übrigen beiden Teilen gelesen werden, wodurch dem Leser umständliche Vergleiche in den Teilen I und III der Bände erspart würden. Alternativ wären Querverweise zu den Teilen I und III für eine Erhöhung der Zugänglichkeit der Darstellung hilfreich gewesen.
In Teil III beider Bände steht die jeweilige Zielsprache - Dänisch (I: 153ff) und Spanisch (II: 163) - im Mittelpunkt. Die beiden Zielsprachen werden - logisch und konsequent - nach den gleichen Kategorien analysiert wie zuvor die Zielsprache Deutsch, also nach den Systemen A (I: 161ff, II: 175ff), B (I: 201ff, II: 225ff), C (I: 221ff, II: 255ff), Komplexe Relationen (I: 227ff; II: 263ff) und D (I: 233ff; II: 269ff) sowie der Kategorie Zwischen Raum und Abstraktion (I: 243ff; II: 281ff). Auch in diesem Teil folgen wieder Tabellen der Substitute aller Systeme (I: 245ff, II: 283ff). Wie dies auch für den jeweiligen Teil I der beiden Bände gilt, werden auch in Teil III die sprachlichen Gegebenheiten linguistisch exakt – und dabei gut verständlich - anhand zahlreicher Beispiele analysiert. Dabei kann festgestellt werden, dass sich dem aufmerksamen Leser durch die Lektüre der „Geist“ der jeweiligen Sprachen immer deutlicher erschließt. Die Analyse der Zielsprachen Dänisch und Spanisch anhand identischer Kategorien ermöglicht dabei eine - wenn auch vielfach implizite - Kontrastierung mit der Ausgangssprache Deutsch, die es ermöglicht, die beiden Sprachen zueinander in Beziehung zu setzen.
Das Verdienst der Beschreibungen liegt in ihrer linguistischen Qualität und der hohen Verständlichkeit der Beschreibungen und Analysen, was hier ausdrücklich positiv hervorgehoben sei. Die Darstellung ist äußerst reich an sprachlichen Details und erhebt einen geradezu exhaustiven Anspruch. Diese Detailfülle ermöglicht einerseits einen bemerkenswerten Facettenreichtum. Sie erfordert andererseits jedoch einen Leser, der dazu bereit ist, sich in den Gegenstandbereich Spatiale Relationen uneingeschränkt zu vertiefen: Für eine Lektüre gleichsam en passant sind beide Bände nicht geeignet. Vertieft der Leser sich jedoch in die Darstellung, dann erhält er einen erheblichen Erkenntnisgewinn. Dieser besteht nicht nur darin, gegebenenfalls für sich (neu) zu definieren, um was es sich bei den 'Spatialen Relationen' überhaupt handelt, sondern - ungleich wichtiger - auch darin, dass ihm die erhebliche Bedeutung dieser in der Sprache und für die Sprache vermittelt wird - und dies insbesondere in figurativer Hinsicht. Dieser nicht zu unterschätzende Erkenntnisgewinn wird noch dadurch erhöht, dass er auf nicht lediglich eine Sprache, sondern gleich auf ein Sprachenpaar pro Band bezogen und somit transferierbar wird.
Dabei ist das in den beiden Bänden verwendete Layout hilfreich. Dieses ermöglicht eine unmittelbare Identifizierung der Beispiele und somit eine assoziative Anbindung der theoretischen Ausführungen an die sprachliche Praxis. Innerhalb der Beispiel werden die relevanten Passagen durch Kursivdruck gekennzeichnet, was eine unmittelbare Orientierung ermöglicht. Gleichzeitig ist das Layout jedoch sehr dicht, was dem Leser eine recht hohe Rezeptionsdisziplin abfordert.
Mit den beiden von den Autoren - und in beiden Fällen federführend von Maxi Krause – vorgelegten, vollkommen parallel aufgebauten Bänden ist eine Grundlage geschaffen für die Untersuchung weiterer Sprachenpaare und somit für eine graduelle Erweiterung der kontrastiven Datenbasis. Zudem stellen die beiden Publikationen einen wichtigen Impuls für die Kontrastiven Linguistik dar, die in den vergangenen Jahrzehnten zu Unrecht erheblich vernachlässigt worden ist. Allein dieser Impuls kann als ein beträchtliches Verdienst der hier besprochenen Werke gewertet werden.
Wie bereits oben angedeutet, wäre es dabei jedoch zu begrüßen gewesen, wenn die Kontrastivität hier explizit - anhand einer durchgehenden, direkten Gegenüberstellung der beiden jeweiligen Sprachen - realisiert worden wäre und somit nicht mehr oder minder indirekt bliebe, indem – wie es hier der Fall ist – zwei unabhängige kontrastive Analysen für das Deutsche einerseits und die jeweilige Zielsprache andererseits durchgeführt wurden. Zwar wird im jeweiligen Teil II eine Synthese vorgenommen, diese verbleibt jedoch auf theoretischem Niveau und entbehrt jeden sprachlichen Praxisbezugs: Diese Synthese kann eine durchgehende kontrastive Darstellung nicht ersetzen.
Hingegen können die beiden Bände in fruchtbarer Art und Weise gleichsam als Steinbruch für die Erstellung jeweils einer Kontrastiven Grammatik der spatialen Relationen Deutsch - Dänisch bzw. Deutsch - Spanisch verwendet werden oder auch eingehen in eine allumfassende – also nicht auf die spatialen Relationen beschränkte - Kontrastive Grammatik Deutsch-Dänisch bzw. eine Kontrastive Grammatik Deutsch-Spanisch. Wenn die Bereitstellung einer Basis für solche kontrastive Grammatiken eines der Ziele der beiden vorliegenden Publikationen war, dann – dies darf hier betont werden – ist dieses uneingeschränkt erreicht worden.
Eine Einschränkung muss hinsichtlich der auf den jeweiligen hinteren Buchdeckeln angeführten Adressatengruppen („Lernende und Lehrende an Schulen und Hochschulen“) vorgenommen werden. Es ist aus der Sicht des Rezensenten eher nicht davon auszugehen, dass Schüler an weiterführenden Schulen die beiden Bänder zur Hand nehmen – und ob Lehrer an diesen Bildungsinstitutionen dies tun, sei dahingestellt, wenn es auch zu hoffen wäre. Auf Hochschulebene ist dies jedoch anders: Hier stellen beide Bände eine gewinnbringende Grundlage für linguistische Seminare dar.
Insgesamt liegen mit den beiden hier rezensierten Bänden wertvolle Publikationen vor, die es verdienen, in den verschiedenen Kontexten der (Kontrastiven) Linguistik und in solchen der Ausbildung von Fremdsprachenlehrern konsultiert zu werden.


Rezensent:
Prof. Dr. Thomas Tinnefeld
W3-Professur für Angewandte Sprachen
Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Waldhausweg 14
66123 Saarbrücken
Deutschland
E-Mail: thomas.tinnefeld@htw-saarland.de



1 Zur Erleichterung der Lesbarkeit wird auf die beiden Bände hier nicht durch die Nennung der jeweiligen Autoren verwiesen, sondern auf Band 1 der Reihe - den Vergleich Deutsch-Dänisch - durch die römische Ziffer I und auf Band 2 der Reihe - den Vergleich Deutsch-Spanisch - durch die römische Ziffer II.
2 In der vorliegenden Rezension wird aus Gründen des besseren Textverständnisses jeweils die maskuline Form der erwähnten Adressatengruppen verwendet.

3 Bei den hier zitierten Beispielen werden die in den Originalen vorgenommenen Kursivierungen nicht übernommen. Die hier vorgenommenen Kursivierungen sind vielmehr funktional für die vorliegende Rezension.

Volume 6 (2015) Issue 1 (PDF)


Foreword to the Issue



I. Articles





Hasan Said Ghazala (Makkah Al-Mukarramah, Saudi Arabia):

Abstract
The term metaphor was traditionally defined in aesthetic and rhetorical terms as the fundamental figure of speech and major form of figurative language. Now this approach no longer holds in the light of the latest monolithic developments of conceptual approaches to metaphor. Yet, dispute is going on about some issues that have not been covered yet by Conceptual Metaphor Theory (CMT) regarding aesthetic and other basic functions of metaphor. The present paper is an attempt to investigate and pay tribute to the latest developments and contributions made by CMT to the conceptual studies of metaphor and its functions and scope, viewing it basically as a matter of cognitive, social, cultural and ideological conceptualization of topics, objects and people. All metaphors are, in principle, reflections and constructions of concepts, attitudes, mentalities, and ideologies on the part of the speaker. Hence, any metaphor is conceptualized in terms of target domain and source domain in different discourses and contexts, literary and non-literary. This means that the aesthetic-rhetorical line of argument - though essential - is left out in favour of a recently developed cognitive conceptualization of metaphor. And this is regarded by some as a major loophole in the CMT. The ultimate objective of this paper is to find out about the CMT partial failure to address some basic functions of metaphor, aesthetic or other. To handle these problems, a cognitive stylistic model of analysis of conceptual metaphor is put forward. It is based on recent cognitive arguments, models and theories. This would open new avenues of analysis, comprehension, interpretation and appreciation of metaphor in language in general.






Katrin Ziegler (Macerata / Italy):




Abstract (English)
Morpho-syntactic descriptions of reflexivisation processes in German are usually based on a grammatical approach that considers specific elements in terms of categories (for example, as individual words: nouns, verbs or adjectives) without considering the variable paradigmatic and syntagmatic relations of interdependence which link the clause elements. This article, in contrast, adopts a functional approach to the analysis of reflexive structures, in order to provide an in-depth study of clauses as nexuses of grammatical relations. In doing so, it provides a comprehensive description of the various constructions containing German reflexive pronoun sich, and attempts to provide systematic summaries of the complex sets of forms and functions.

Abstract (Italian)
Dietro le descrizioni morfosintattiche dei processi di riflessivizzazione in tedesco sta solitamente una prospettiva grammaticale che osserva i singoli elementi dal punto di vista categoriale (per es., come singole parole: sostantivi, verbi, aggettivi), non considerando invece i mutevoli rapporti di interdipendenza paradigmatica e sintagmatica che correlano gli elementi proposizionali. Nel lavoro presente, invece, si procede ad un’analisi delle strutture riflessive adottando un punto di vista funzionale sotto il quale si esaminano le proposizioni in un modo complessivo e cioè come nessi di relazioni grammaticali. In questo modo è possibile fornire una descrizione unitaria di tutte le costruzioni marcate dalla presenza di sich e tentare sistemazioni organiche degli insiemi complessi di forme e funzioni.


Shelley Byrne (Preston (Lancashire), United Kingdom):
Abstract
This study situates itself amongst research into spoken English grammars, learner success and descriptions of linguistic progression within the Common European Framework of Reference for Languages (CEFR) (Council of Europe, 2001). It follows previous corpus research which has sought to document the language required by learners if they are to progress through levels and ultimately ‘succeed’ when operating in English. In the field of language testing, for which the CEFR has been a valuable tool, qualitative descriptions of learner competence and abilities may not provide sufficient detail for students, assessors and test designers alike to know which language is required and used by learners at different levels. This particular study therefore aims to identify the language and abilities demonstrated by successful C1 candidates taking the University of Central Lancashire’s English Speaking Board [UCLanESB] speaking exams. Using a learner corpus of C1 exam performance (26,620 words), examinations of vocabulary profiles, word frequencies, keywords, lexical chunks and can-do occurrence were conducted to identify the lexico-grammar required for C1 students to obtain solid pass scores. It was found that vocabulary belonged largely to the first two thousand most frequent words in English, lexis and chunks displayed some parallels with native-speakers, and language relating to can-do occurrence performed a more productive than interactive or strategic purpose.



Julia Davydova (Mannheim, Germany):
Abstract
While advocating an integrative approach to the study of language attitudes, the present study explores perceptions of two native and two non-native varieties by German learners of English. The native varieties chosen for the elicitation of attitudes include standard British English and mainstream American English. The non-native varieties targeted in the study are Indian English, a second-language variety, and German English, a foreign-language variety. Exploiting the method mix consisting of a survey, a verbal guise test, and sociolinguistic interviews, the study brings forth converging evidence consistent with the foregoing research. More specifically, it shows that learners evaluate the standard variety of British English as the one showing high levels of prestige and status. In contrast, mainstream American English is perceived as highly socially attractive. It is argued that the social context (formal vs. informal) guides the acquisition of learners’ evaluations of different native Englishes. On a more general level, however, the native-speaker varieties receive much more favourable ratings than the non-native Englishes. This finding is indicative of “an inferiority complex” (Tan & Castelli 2013), a phenomenon whereby non-native speakers exhibit far more negative evaluations towards their own variety than native speakers would. In this situation, possible remedies are suggested.

José María Santos Rovira (Lisbon, Portugal):

Abstract

Stereotypes fill foreign languages and cultures with pre-established ideas. We set out to confirm if the old proverb saying that learning a foreign language will open a new window to the world could be authenticated, as well as to define the main factors in the moving process from a stereotyped vision of the target language and culture to a more realistic one. With these aims, in May 2014, we developed and administered a questionnaire to 156 students of Spanish at the University of Lisbon (Portugal) and carried out a narrative inquiry with 27 Portuguese students to confirm if the foreign language learning process transformed their preconceived ideas about the language and the culture of Spain. Based upon the results, we suggest that preconceptions and language attitudes deeply influence the pace and the level of proficiency of the target language reached by students.


Resumen

Los estereotipos están siempre presentes en las lenguas y culturas extranjeras, en forma de ideas preestablecidas. Por ello, nos propusimos confirmar si el antiguo proverbio que dice que aprender una lengua extranjera es abrir una nueva ventana al mundo podía ser demostrado, así como definir cuáles son los elementos principales que intervienen en el proceso de cambio desde una visión estereotipada de la lengua y la cultura metas hacia una más realista. Con estos objetivos, en mayo de 2014, desarrollamos y realizamos un cuestionario a 156 alumnos de español en la Universidad de Lisboa (Portugal), así como una serie de entrevistas de investigación a 27 alumnos portugueses, para confirmar si realmente el proceso de aprendizaje de una lengua extranjera transforma sus ideas preconcebidas sobre la lengua y la cultura españolas. Basándonos en los resultados obtenidos, sugerimos que los prejuicios y las actitudes lingüísticas ejercen una profunda influencia en el ritmo y el nivel de dominio de la lengua meta alcanzado por los alumnos.


Dechen Zangmo (Paro, Bhutan),  Rachel Burke (Newcastle, Australia),  John Mitchell O’Toole (Newcastle, Australia) & Heather Sharp (Newcastle, Australia):
Abstract
The role of English as the global lingua franca and its centrality to economic and social expansion in the twenty-first century has led to increased government emphasis on fostering the language in contexts where it has no official status. Frequently initiatives to increase English competence in these so-called ‘expanding circle’ nations – a term coined by Kachru (1992) in association with his concentric circles model of the global uptake of English – take the form of aid-funded projects with methodological innovation based on educational paradigms originating in contexts where English is a primary language. This paper examines one such collaboration; a partnership between the Canadian International Development Agency (CIDA) and the Kingdom of Bhutan, which led to Bhutan’s adoption of the Process Writing Approach (PWA). Specifically, we utilise Hofstede’s (1980) framework of cultural dimensions to compare the ideological underpinnings of the PWA with the values and practices of traditional Bhutanese education.

II. Book Reviews